Schöne Zähne schaffen Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen
Einheilen
Ein Implantat ist in den meisten Fällen schon unmittelbar nach dem Einsetzen in den Kieferknochen fest und kann dann nur noch mit großer Kraft bewegt werden.
Dennoch müssen Implantate einheilen um einen festen Verbund mit dem Kieferknochen einzugehen, damit sie den späteren Belastungen widerstehen können. Da der Mensch unterschiedliche Knochenqualitäten im Oberkiefer und Unterkiefer besitzt, müssen Implantate unterschiedlich lang einheilen. Im Unterkiefer ist eine Einheilzeit von ca. 3 Monaten, im Oberkiefer eine Einheilzeit von ca. 4 bis 6 Monaten vorgesehen.
Jedoch kann die Einheilzeit stark variieren, je nachdem, unter welchen anatomischen Vorraussetzungen die Implantation erfolgt. Ist beispielsweise im Zusammenhang mit einer Implantation ein zusätzlicher Knochenaufbau erforderlich, kann die Einheilzeit um ein bis zwei Monate länger sein.
Ein Knochenaufbau ist in Fällen erforderlich, in denen die vorhandene Knochensubstanz nicht ausreicht um ein Implantat fest und langfristig sicher einbringen zu können.
Die oben genannten Einheilzeiten sind in den letzten 30 Jahren wissenschaftlich gut untersucht worden und gelten heute als Standard.
In den Medien wird oft die sog. „Sofortimplantation“ beworben. Hierbei handelt es sich um eine Form der Implantation, bei der der verloren gegangene Zahn sofort durch ein Implantat ersetzt wird, sofern die Knochensituation dies zulässt.
Die „Sofortbelastung“ beschreibt die Situation in der das Implantat sofort nach dem Einsetzen mit einer provisorischen Krone versorgt und belastet wird. Diese Möglichkeit bietet zwar einen höheren Patientenkomfort da evtl. das Tragen einer Prothese wegfällt, ist aber nur in ganz bestimmten Situationen möglich. Die Indikation für diese Methode muss sehr gut geplant und sinnvoll eingesetzt werden um mögliche Komplikationen zu vermeiden.

© 2011 Die Zahnpraxis